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Das Strohhaus - Gemeinsam Zukunft Bauen!
umwelt, wirtschaft
Bauen mit Stroh, Strohhaus, Nachhaltiges Bauen, Baustoffe der Zukunft, Ökologisches Bauen
Regie/Produktion/Kamera: Olga Yocheva, Kultur&Jugend Projekte e.V. weitere Infos zum Bauen mit Stroh: www.strohballensiedlung.de www.lorenzsysteme.de

Valérie Madoka Naito ist Architektin, Filmemacherin und Künstlerin. Lange hat sie Altbauten saniert, bis sie sich wieder dem Neubau widmete. Aus der tiefen Überzeugung, dass die überwiegende Art wie wir Bauen massive ökologische Folgen für nachfolgende Generationen und bereits jetzt für Menschen im globalen Süden hat, verschrieb sich Naito einer besonders ökologischen Bauweise – dem BAUEN MIT STROH. Im Sommer 2021 nahm sie uns mit auf die Reise des Strohballenbaus. Wir sprachen mit dem Bürgermeister von Leisnig, der als Politiker nachhaltiges Bauen mehr in der Kommune integrieren möchte, wir lernten eine Familie kennen, die Naito beauftragten ein ökologisch einwandfreies Haus für sie zu entwerfen und sie stellte uns die Macher von Lorenzsysteme vor. Sie fertigen die Strohmodule zum Hausbau und räumten äußerst überzeugend mit allen Vorurteilen zum Thema Stroh im Bau auf.

Change by Design, not by Desaster!

Globales Nachhaltigkeitsziel "13 Maßnahmen zum Klimaschutz"
„Die mit Abstand klimafreundlichste Art zu bauen ist ein strohgedämmtes Gebäude“, so der Gründer von Lorenzsystem Moritz Reichert. Durch nachwachsende Baustoffe, wie Holz und Stroh wird über die Gebäudelebenszeit CO2 sogar gebunden und wirkt daher als ein natürlicher Speicher mit einer bedeutsamen Wirkung in Bezug auf Klimaneutralität. Der Primärenergiebedarf ist so gering, dass die Verwendung von Stroh als Baustoff maßgeblich zur globalen CO2-Reduktion beiträgt und einen minimalen CO2-Fußabdruck hinterlässt.
Globales Nachhaltigkeitsziel "12 Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster"
Im Strohbau handelt es sich um fast ausschließlich kompostierbare Materialien, nach der Demontage ist eine Verwertung in den natürlichen Kreisläufen möglich. Die Schrauben, die übrig bleiben, lassen sich leicht aus dem Holz entfernen. Unbehandeltes Holz und das verbaute Stroh gelten als nicht gefährlicher Abfall und können getrost auf jeden Komposthaufen und somit in den Kreislauf der Natur zurückgeführt werden. Weiter Abfälle entstehen weder bei der Produktion noch bei der Demontage nach einer möglichen sehr langen Nutzungsdauer. Das Bauen mit Stroh bedarf keinerlei Chemikalien, üblicher Weise wird lediglich mit dem Naturbaustoff Lehm verputzt. Durch diese einfache Verbindung wird ein besonders gesundes Raumklima in den Gebäuden geschaffen.